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In Lauterbrunnen angekommen gönnte sich das wanderfreudige Dutzend einen
Kaffee mit Gipfeli, wechselte Schuhe und Hemd und unterwegs an der weissen
Lütschine fragt der Reiseleiter, wer war schon bei den Trümmelbachfällen,
Natürlich keiner, aber hätte er nach den Niagarafällen gefragt, wären es
sicher mindestens zwei gewesen. Eine unterirdische Seilbahn zog uns halb
hoch, und die imposanten Fälle liessen sich aus verschiedenen Luken
bewundern. Die tosenden Wassermassen und Formen wie der Corkscrew-Fall
(Zapfenzieher) liessen uns die Naturkräfte erkennen. Mühelos aber mit
einzigartiger Aussicht brachte uns dann die Schilthornbahn nach Mürren und
nur ein kurzer Aufstieg zur Spielbodenalp zum verdienten Bier und dem
Einrichten der Nachtliege mit Auswahl eines ruhigen Nachbars.
Bis zum Nachtessen gab's einen Jass, eine Alphorn-Einlage, tolle Aussicht
und einen Blick in die aufgelegten Fotos zum Staunen, denn 1999 im März
drang eine Lawine ins Restaurant und der Schnee wurde mit der Fräse ins
Freie geschleudert. Der Abend und die Nacht ohne elektrisches Licht war wie
Gotthelf vor 150 Jahren, erinnerte uns an "Sahlenweidli" und jeder hat das
Plums-klo probiert. Die morgendliche Dusche oben ohne am Brunnen (unten zu
sehen) gehörte auch dazu.
Der Sonntag war etwas trübe, aber nur wettermässig. Die Tour begann etwas
ruppig Richtung Allmendhubel und heisst Mountain View Trail. Fredy wusste
viel über Mürren und Lustiges über das Inferno Rennen-Reglement zu erzählen,
und einer wollte gar umkehren, er habe seine Golf-Socken (18 Loch)
vergessen. Über Suppental, wo wir im Nebel kurz unsere Regenjacken anzogen,
ging es steinig abwärts zur Winteregg, nicht ohne dass unsere Pilzeler um
die Bäume strichen und die Sachen begutachteten. Nach gut 3 Stunden waren
einige sichtlich froh am Ziel angekommen zu sein und gönnten sich den Rest
aus dem Rucksack, oder etwas Goldiges mit einem weissen Schaum und eine
leckere Chässchnitte bei schönstem Sonnenschein und einem Gewitter über
Wengen.
Die Rückfahrt bei strömendem Regen rundete den gelungenen Ausflug ab, der
von Kocher Fred gut organisiert und geleitet wurde. Wir sind ihm einen
grossen Dank schuldig und wählen ihn grad wieder für die nächste Tour.
Ruedi Eugster (Fotos Heinz Krähenbühl)
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1, 2 |
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3, 4 |
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7, 8 |
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9, 10 |
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11, 12 |
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13, 14 |
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15, 16 |
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19, 20 |
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21, 22 |
Text: Ruedi
Eugster
Fotos: Heinz Krähenbühl
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