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Die Zeichen der Zeit kann man auch in der Männerriege feststellen. Früher
hiess es Oberlandtour, die Leistung wurde mit Höhenmeter gleichgesetzt und
ein Berg musste es fast sein. Heute ist der Rucksack kleiner weil es
manchmal mehr Wirtschaften hat unterwegs. Wir reden von Herbsttour um uns
geografisch nicht zu sehr festzulegen und nehmen es etwas gemütlicher, dafür
haben die Wander-Stöcke zugenommen. Das Wetter vor der Tour war nicht
alles, was den Tourenleiter wegen dem Hochwasser zu einer Besichtigung des
Sensegrabens zwang. So konnten wir 15 Mann nach dem obligaten Kaffee getrost
an die Schwarzwasserbrücke absteigen und haben die Spuren und die Kraft des
Hochwassers an den umgelegten Sträuchern und abgerissenen Uferstellen gut
vorstellen können. Was so eine kleine Hängebrücke an Anziehungskraft hat,
weiss nur Werner Huber.
Im Aufstieg nach Borisried fanden unsere Pilzfreunde Riesendinger,
liessen sie aber stehen und waren froh dass Adolf nicht dabei war, denn er
wäre sicher vom Weg abgekommen und hätte das Ziel verpasst. Das Nachtessen
war üppig, die Katze unterm Tisch fand es auch und das meist gewählte
Dessert riesig. Anstelle eines Trainings liess eine Witztirade nach der
andern die Lachmuskeln vibrieren. Die Serviertochter lauschte im Türrahmen
mit und der Päpu im Saal fand lobende Worte für den besten Erzähler (den
Namen kennt ja jeder). Das Nachtlager in der Zivilschutzanlage erinnerte
sehr an Hallau, wurde es doch gegen morgen etwas kalt aber die nächtlichen
Misstöne hielten sich sehr in Grenzen. Die Wolldecken stammten aus unserem
Berghaus und wurden von Fritz Maurer am Vortag transportiert und wieder
abgeholt.
Nach einem reichhaltigen Morgenessen wanderten wir gemütlich auf und ab
zur Bütschelegg. Eine Sonnenbeobachtungsstation unterwegs fand weniger
Interesse als ein Bauerngut mit 6 Traktoren in einer Reihe vor dem neuen
Stall. Auf der ganzen Reise versorgte uns Fred der Tourenleiter mit
Informationen über die Täler und flocht hin und wieder einen Witz ein, wie
der vom Hund oder vom Pfarrer. Leider waren dann beim abschliessenden
Foto-shooting keine Berge zu sehen und wie alle auf das Bild kamen bleibt
ein Rätsel, oder?
Dank der guten Organisation von Fred Kocher fanden wir die kleine
Postauto-Haltestelle und vergessen nicht, wie er uns am Samstagmorgen durch
die Baustelle im Bahnhof schleuste. Merci Fred.
Ruedi Eugster
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